Ameisenart bestimmen

Ameisenarten Deutschlands

Die drei am häufigsten vorkommenden Ameisenarten in Deutschland

Waldameise (Formica)

Die Waldameise (Formica) ist die bekannteste Ameisenart in Deutschland. Sie erreichen eine Körperlänge bis zu einem Zentimer und können bis zu 25 Jahre alt werden. Auf der Speisekarte für Waldameisen stehen Forstschädlinge an erster Stelle. Leider zählt diese Art von Ameisen zu den gefährdeten Tieren, obwohl sie einen ziemlich zierlichen, flügellosen Körperbau besitzen.

Fortpflanzung bei der Waldameise

  • feste, soziale Rangordnung
  • die nächste Generation wächst in einem Bau (Kolonie)
  • für die Eierproduktion ist die Königin des Staates verantwortlich
  • nach der Paarung sterben männliche Wegameisen und haben ihr Dasein bis zur Befruchtung erfüllt

Ernährung

  • grundsätzlich ernähren sich die Waldameisen von Honigtau (60% des Energiebedarfs)
  • Insektenjagd
  • Pilze, Aas oder Baumsaft

Lebensraum

  • hauptsächlich in Waldgebieten
  • auch anzutreffen in Dörfern
  • vereinzelt zu sehen im Haus

Pharaoameise (Monomorium pharaonis)

Zu den kleinsten Ameisenarten gehört die Pharaoameise (Monomorium pharaonis). Diese Tiere können eine Körperlänge bis zu maximal 2 mm erreichen und sind daher oft schwer zu erkennen und man genauer hinschauen muss. Über das ganze Jahr lang können Pharaoameisen aktiv sein, sie halten sich nur an warmen Gebieten auf und garantieren sich somit ein Überleben. Außerdem sind diese Ameisen eine hohe Gefahr für medizinische Einrichtungen, da sie hochinfektiös sind und somit zu den schädlichsten Ameisenarten in Deutschland eingestuft werden.

Ernährung

  • diese Tierchen verspeisen gerne Lebensmittel wie Rahm, Fleisch und Käse (eiweißhaltige Kost)
  • Zucker und Brot sind auch sehr beliebt
  • sie sind im Grunde genommen Allesfresser

Fortpflanzung

  • die Männchen paaren sich mit den Königinnen und sterben schon kurz nach der Paarung
  • nur im Nest findet die Paarung statt
  • um eine ideale Paarung zu erreichen, mögen es die Pharaoameisen warm
  • unter 20 Grad findet keine Paarung statt
  • die optimale Wärme liegt bei 25 bis 30°

Lebensweise

  • warme Gebiete werden zum Überlerben bevorzugt (Ritzen oder Spalten)
  • gleichbleibende Gebäuden ohne jeglichen Temperaturschwankungen
  • die Pharaoameise ist weit verbreitet in Europa

Braune Wegameise (Lasius Brunneus)

Zu den häufigsten Ameisenarten zählt die braune Wegameise (Lasius brunneus). Regelmäßig siedelt sich diese Ameise in Häusern an und greift morsches Holz an, welches zum Beispiel durch Feuchtigkeit oder Pilz geschädigt wurde. Zudem lässt sie sich eindeutig den Schädlingen zuordnen. Bausubstanzen werden oft angegriffen und die Tragfähigkeit eines Gebäudes wird von der braunen Wegameise stark beeinträchtigt.

Ernährung

  • Honigtau von Blattläusen stellt die wichtigste Nahrungsquelle für die braunen Wegameisen zur Verfügung
  • Larven und Insekten werden nur selten gefressen

Fortpflanzung

  • da diese Insekten flugfähig sind, wird im späten Frühjahr das Ausfliegen der männlichen und weiblichen Tieren eingeläutet
  • von Ende Mai bis Anfang August sind diese Ameisen zwischen 5 und 14 Uhr am meisten aktiv
  • wie bei fast allen Ameisenarten sterben auch bei der braunen Wegameise die Männchen nach der Paarung indem die Ameisenkönigin die Flügeln abwirft

Lebensweise

  • siedelt sich gerne in Häusern an
  • ihr natürlicher Lebensraum sind Laubwälder
  • Holz wird nur dann angegriffen bzw ausgehöhlt um Platz für ihr Nest zu verschaffen
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